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unsuwe

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Dienstag, 8. August 2017, 12:49

Grundsätzlich sind alle taktischen Überlegungen hinfällig, wenn die Mannschaft grundsätzlich die Basics vermissen lässt, nämlich Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und kontrolliertes Passspiel. Ohne diese Eigenschaften wirst du kein System sauber spielen können. Nur mit diesen Grundeigenschaften sind die Räume gut besetzt und die Abstände der einzelnen Linien stimmen. Dies war das Grundproblem bei den beiden ersten Spielen. Die einzelnen Abstände waren einfach viel zu groß. Somit kannst du das Spiel nicht entwickeln, bei Balleroberungen schnell umschalten, etc.
Grundsätzlich ist ein 3-5-2 schon spielbar, aber dann muss aus dem Mittelfeld auch auf den Außen ausgeholfen werden und extrem gut verschoben werden.
Sonst wird die Dreierkette einfach zu weit auseinander gezogen und lässt in den Schnittstellen zu viel Raum.
Grundsätzlich erwarte ich schon, dass eine Profimannschaft heute schon 2-3 unterschiedliche Systeme spielen kann. Gerade um im Spiel flexibel reagieren zu können.
Ich denke eher, dass MW das Problem ist. Für ein Mannschaftsgefüge ist es für mich unerlässlich, dass jeder Spieler sich wichtig fühlt und somit im Training eine hohe Intensität herrscht. Aber ich habe so das Gefühl das bei MW einige Spieler schnell durch ein Raster fallen. Jedem Profi ist es klar, dass er nicht immer in der ersten Elf stehen kann. Aber wenn z.B. ein Pledl eine Topvorbereitung spielt und dann noch nicht einmal im Kader steht, dann ist dies einfach unverständlich. Und dies führt einfach dazu, dass manche Spieler im Training nicht alles aus sich rausholen. Und gleichzeitig mit Cohen und Kittel Spieler spielen lässt, die nach seiner Aussage noch nicht bei 100% sind. Dies ist doch kontraproduktiv.
Warum ein Tisserand nicht spielt ist für mich völlig unverständlich. Macht der nichts mehr im Training? Schonen für einen Wechsel? Dann bitte sofort weg oder ich lasse ihn spielen.
Genauso verstehe ich nicht, dass ich einen Spieler wie Kutschke verpflichte und dann nicht so spiele, dass der seine Stärken ausspielen kann. Denn muss man füttern und nicht andauernd in Laufduelle schicken. Ansonsten muss ich anderes aufstellen.

Nickl82

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42

Dienstag, 8. August 2017, 13:18

@ unsuwe

Kann man so stehen lassen. Allerdings finde ich es zum jetzigen Zeitpunkt der Saison verfrüht, alles am Trainer fest zu machen! Das is eben meine persönliche Meinung! Ich bin im Moment immer noch zu 100% pro MW, auch wenn ich sein Handeln nicht immer für richtig heiße!
Hat er die nächsten Spiele plötzlich den erhofften Erfolg, redet kein Mensch mehr über ein "falsches System" oder "falsche Spieler"!
Deswegen, wie Schwanzer19 sagt... nach 5 Spielen kann man vielleicht anfangen erstmals zu bilanzieren..
Denkt letzte Saison an den Bremer Nouri und Lienen auf St. Pauli, die waren auch schon totgesagt...
und siehe da, der Phoenix stieg aus der Asche
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unsuwe

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43

Dienstag, 8. August 2017, 14:06

Ich will den Trainer auch nicht "rausschreiben".
Aber ich gebe zu Bedenken, dass wir auch die letzten 6 Spiele in der Bundesliga nicht mehr gewonnen haben.
Und im Moment gefällt mir die Entwicklung nicht.
Und die nächsten Spiele haben es in sich
60
Jahn
Fürth
Aue
St.Pauli

Ich hoffe nicht, dass wir dann nicht der Musik hinterlaufen. Wie schwer dies ist haben wir ja letztes Jahr gesehen.

Mir wäre nichts lieber, wenn die Mannschaft und der Trainer mich vom Gegenteil überzeugt.

44

Dienstag, 8. August 2017, 14:52

Ja, die Grundtugenden müssen stimmen. Völlig d'acore.
Aber: Wenn die Abstände nicht passen, kann's sein dass das System nicht zu den Spielern passt. Den Eindruck habe ich bei uns. Das verunsichert dann die Einzelnen.
Folge: Weite Bälle, Fehlpässe und grobe Abwehrschnitzer (wie gesehen...)

Also "Henne oder Ei" was war zuerst? Verunsicherung durch nicht geignetes System, oder Verunsicherung (bzw. nicht 100% bei der Sache) lässt das System nicht funktionieren.

Schwierig zu beantworten. MW weiß es hoffentlich und stellt an den richtigen Hebeln... Wenn nicht, muss er weg!

Schwanzer19

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45

Dienstag, 8. August 2017, 17:13

Das 3-5-2 System ist im Prinzip ein sehr flexibles, weil es sehr schnell zu einem 5-3-2 werden kann oder auch zu einem 3-4-3 wird.
Allerdings erfordern diese Umstellungen größte Laufbereitschaft und Flexibilität der ganzen Mannschaft. Die Mechanismen zwischen den einzelnen
Mannschaftsteilen müssen wie geschmiert funktionieren. Ohne Laufbereitschaft und Pressing geht nichts.

Was mir im ersten Heimspiel negativ auffiel, und das sprechen auch einige an, war die schlechte Raumaufteilung und auch die mangelnde Bereitschaft, für den anderen sich einzusetzen, vor allem dann, wenn der Nebenmann einen Fehler machte.

Ich wünsche mir keinen Trainerwechsel. Aber Ursachen für mangelnden Erfolg sieht man immer meistens beim Trainer. MW arbeitet sehr akribisch genau, ja ziemlich wissenschaftlich. Hier könnte der Knackpunkt sein. Klar strukturierte Zielvorgaben, individuell abgestimmt, aber mannschaftsdienlich, genügen oft.

Von wegen mannschaftsdienlich. Lezcano, den ich sehr schätze, fällt mir in den beiden Pflichtspielen leider als wenig mannschaftsdienlich auf.
Im 1. Heimspiel gegen Berlin mußte er seinem Nebenmann den Ball zuspielen. Das Tor wäre fällig gewesen.

Abschließend meine ich, Jo wird gehen. Kommen könnte Träsch, der bei Wob keine große Rolle mehr spielen dürfte. Aber ich habe keine Ahnung.
Das ist reines Bauchgefühl.

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46

Dienstag, 8. August 2017, 23:56

http://www.kicker.de/news/fussball/2bund…ml#omfbLikePost


Laut dem Kicker scheint man sich mit Träsch bereits einig zu sein. ::-ABI

Schwanzer19

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47

Mittwoch, 9. August 2017, 17:29

Träsch wäre Vorbild und Identifikationsfigur. Für die Mannschaft. Für die Anhänger. Für die Jugend bzw. Nachwuchs.

Wenn er verletzungsfrei bleibt, geht es mit der Moral aufwärts und der Spielqualität.

Schwanzer19

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48

Mittwoch, 9. August 2017, 18:03

Unsuwe, gestern, 11:49:

In den ersten Sätzen werden die Spielerabstände beschrieben und auch die Laufbereitschaft.

Diese Beobachtung habe auch ich gemacht. Jeder Gegenspieler freut sich, wenn der Gegner weit von ihm ist. Da kommt Spiellaune auf und man kann endlich das realisieren, was sonst bei enger Manndeckung nicht möglich ist. Die Raufaufteilung muß dann, wenn der Gegner in Ballbesitz ist, enger, viel enger werden, damit er wenig Zeit zum Überlegen hat, denn Hektik verleitet zu Fehlern. Besser ist es, wenn der Ball in den eigenen Reihen zirkuliert und der Gegner hinterher laufen muß.

Ich vermisse im Spiel unserer Mannschaft Ruhe bei eigenem Ballbesitz. Was ich sehe, ist permanente Hektik. Der Ball wird schlampig kontrolliert und ebenso schlampig zugespielt. Dazu ein Beispiel: Spieler A spielt den Ball zum Mitspieler B holprig über z. B. 20 Meter. Spieler B muß ihn erst unter Kontrolle bringen, was Zeit kostet. Käme der Ball flach ohne holpern zum Mitspieler, kann er sofort ohne Zeitverlust weiter geleitet werden.

Man bekommt auch dann keine Ruhe und Kontrolle ins eigene Spiel, wenn der Ball permanent hoch und weit in des Gegners Hälfte geschlagen wird. Bei so einem Spiel bleiben Kreativität und Spielfreude auf der Strecke. Auf der Strecke bleiben auch die Physis und mentale Stärke. Die Folge sind Fehlpässe die dem Gegner ins Spiel passen. Eine derartige Spielweise ist sehr kraftraubend und personalintensiv. Das ist ein Spiel für reiche Vereine, die ihre Spieler wie Tempotaschentücher wechseln.

Wenn die Abstände nicht stimmen, dann stimmt auch die Raumaufteilung nicht. Dafür ist aber, wie schon unsuwe oben richtig meint, die Laufbereitschaft und der Wille zum Sieg unabdingbar.

Ich hoffe und wünsche, falls Träsch wirklich kommt, dass er dann zu der Führungs- und Leitfigur wird, die dem Spiel eine Wende gibt, an dem sich andere, jüngere Spieler, aber auch einige ältere, orientieren.